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Teuschnitz schafft Baurecht


von Heike Schülein

 

In seiner Sitzung vom Montagabend beschloss der Teuschnitzer Stadtrat die Aufstellung des Bebauungsplans Bergbrunn im Stadtteil Haßlach. Auf dem Grundstück Flur-Nr. 86 befindet sich ein Sägewerk, auf dem Grundstück Flur-Nr. 86/2 sollen ein Wohngebäude und eine Unterstellhalle errichtet werden. Um Baurecht zu erlangen, war es erforderlich, die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen. Daher muss der Flächennutzungsplan der Stadt Teuschnitz geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Insgesamt wird eine Fläche von 1,5 Hektar überplant, die künftig als Mischgebiet mit den dazugehörigen Verkehrsanlagen und Eingrünungen genutzt wird.

 

„Zwischen den Beteiligten - also der Stadt Teuschnitz und den Bauwerbern - wurde eine Vereinbarung geschlossen, dass die Kosten für den Bebauungsplan gedrittelt werden“, informierte Bürgermeister Frank Jakob (FW) bei der Stadtrats-Sitzung am Montagabend. Der Auftrag für die Erstellung des Bebauungsplans wurde an das Ingenieurbüro IVS aus Kronach vergeben. Dieses hatte in Absprache mit den Beteiligten einen Vorentwurf erstellt. Das Planungsgebiet befindet sich am südwestlichen Ortsrand von Haßlach und ist von der Straße „Bergbrunn“ erschlossen. Ein entlang der Nordgrenze des Grundstücks Flur-Nr. 86 vorhandener Gehölzbestand soll erhalten werden. Nach Süden zur freien Landschaft hin wird das Gebiet mit Bäumen und Hecken eingegrünt; im Norden eine Streuobstwiese angelegt. Zwecks der Stromversorgung gab es bereits direkte Absprachen der beiden Beteiligten mit dem Bayernwerk, da dieses ja heuer die Verkabelung in diesem Bereich vornehmen will.

 

Als nächste Schritte folgen die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger der öffentlichen Belange durch Auslegung der Planunterlagen für die Dauer von mindestens einem Monat. Die Bekanntmachung hierzu erfolgt im Amtsblatt am 3. April 2025. Der Auslagezeitraum bezieht sich vom 7. April bis einschließlich 6. Mai dieses Jahres.

 

Verunreinigungen durch Hundekot

 

Dem Bürgermeister lag eine Bürgerbeschwerde hinsichtlich von Verunreinigungen durch Hundekot vor. „Wenn man mit offenen Augen durch unsere Straßen und die anliegenden Wege läuft, muss man sagen, völlig zurecht“, bekundete er. Viele Hundebesitzer nähmen das Angebot mit den Hundekotbeuteln und der dazugehörigen Abfallbehälter an oder hätten eigene Hundekotbeutel dabei, um die Hinterlassenschaften ordnungsgemäß zu beseitigen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. „Es gibt aber auch leider viele Hundebesitzer, die hier sehr unvernünftig unterwegs sind“, prangerte er an. Sollte jemand einen Verstoß hiergegen beobachten, so solle er dies der Stadtverwaltung melden. Nur, wenn Ross und Reiter genannt würden, könne man nach der geltenden Satzung entsprechende Ordnungsgelder verhängen. Dies sei die wirksamste Methode. Alles andere werde nicht den gewünschten Erfolg bringen, zeigte er sich sicher.

 

Schwimmbad soll vor den Osterferien öffnen

 

„Bei der Schwimmhalle sind wir auf der Zielgeraden. Wir gehen davon aus, dass der Badbetrieb vor den Osterferien aufgenommen werden kann“, gab sich der Bürgermeister optimistisch. Aktuell werden noch Restarbeiten im Bereich Elektro, Maler und Wasseraufbereitung durchgeführt. Die fehlenden Wandverkleidungen in der Schwimmhalle sollen im Laufe dieser Woche eingebaut werden.

 

Weitere Informationen: In der letzten nichtöffentlichen Sitzung am 17. Februar hatte der Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen für den Bauantrag der Feldscheune von Peter Raab verweigert, nachdem - nach Auffassung des Gremiums - die Ausmaße der Lagerhalle die Belange der Nachbarn beeinträchtigten. Bereits damals hatte der Bürgermeister prognostiziert, dass diese Entscheidung aus seiner Sicht nicht haltbar sei und das gemeindliche Einvernehmen voraussichtlich vom Landratsamt ersetzt werde. Genau dies wurde nun mit Schreiben der Baugenehmigungsbehörde angekündigt. Nachdem der Stadt die Hände gebunden sind, wird der Bürgermeister im Zuge der laufenden Verwaltung das Notwendige veranlassen. Die Fa. Krumpholz wird die Arbeiten für die Kanalbauarbeiten von der Rosengasse zur Thüringer Straße am 31. März wieder aufnehmen. Im Zuge der Anbindung an die FWO-Fernwasserleitung werden sich die Druckverhältnisse im gesamten Netz in Teuschnitz verändern. Alle betreffenden Hauseigentümer wurden hinsichtlich ihrer ordnungsgemäßen Hauswasserinstallation angeschrieben. Dabei geht es vor allem um das Vorhandensein sowie Funktionieren eines Druckminderers. Am 5. Mai wird scharf geschaltet. Herzliche Einladung erging zum 50-jährigen Vereinsjubiläum des DLRG-Stützpunkts Teuschnitz, das am 19. Juli 2025 gefeiert wird.

 

Bekanntgaben: In der letzten nicht öffentlichen Sitzung vom 17. Februar befasste sich der Stadtrat mit einem Dienstleistungsvertrag mit der Fernwasserversorgung Oberfranken. Der Vertrag zur Unterstützung der Stadt Teuschnitz in der Wasserversorgung wurde befürwortet und mittlerweile abgeschlossen. Auch ein konstruktiv verlaufendes Abstimmungsgespräch fand bereits statt. Ebenfalls beschlossen wurde eine Trennung der Wasserleitung zwischen dem Sportplatz und der Nebelgasse zwecks endgültiger Trennung der beiden Druckzonen Obere Stadt/Untere Stadt. Damit wird vermieden, dass der hohe Druck von der oberen in die untere Stadt überschwappen würde - mit dann fatalen Folgen für die Hausanschüsse. Die Arbeiten wurden mittlerweile durchgeführt. Dabei kam es am Samstag in der Nebelgasse zu einem kleinen Wasserausfall, nachdem die betreffende Stelle, an der getrennt wurde, über Nacht aufgegangen war. Dies konnte aber kurzfristig behoben werden. Vor Ort waren der Bauhof und die Fa. Krumpholz. Die Fa. Beyer aus Berg wurde mit der Lieferung von Lego-Betonblöcken als Einfriedung für die Außenanlage des Kindergartens beauftragt. Die Maßnahme wird in Eigenregie vom Bauhof durchgeführt. Eine entsprechende Ausschreibung wurde aufgrund der wesentlich zu hohen Kosten wieder aufgehoben.

Anfragen aus dem Gremium: Hedwig Schnappauf (FL) erkundigte sich, warum aktuell beim Siemensbrunnen ein Graben Richtung Brunnenstraße gezogen wurde. Es handelt sich dabei, so der Bürgermeister, um kaputte Leitungen, die ersetzt werden mussten. Zudem erkundigte sie sich nach dem Sachstand des „Gemeindeschwester“-Modellprojekts, für dessen Erhalt man eine Unterschriftenaktion gestartet hatte. Laut dem Bürgermeister ist hierfür ein ausgearbeitetes Konzept erforderlich, das nicht vorliegt. Man müsste ein Konzept erstellen beziehungsweise erstellen lassen. 2. Bürgermeisterin Karin Bayer (SPD) fragte bezüglich der im Besucherleitsystem fehlenden Park-Schilder für die Arnika-Akademie. Man wird sich kümmern. Martin Ströhlein (FW) erkundigte sich, wann der gesperrte Weg bei den Haßlacher Solarflächen wieder freigegeben wird. Die Baustelle ist, so der Bürgermeister, noch nicht abgeschlossen. Der Weg werde, sobald es die Witterung erlaubt, wieder instandgesetzt, begrünt und freigegeben. Zudem prangerte Martin Ströhlein den sehr verschmutzten Weg zwischen Reichenbach und Lauenhain an. Hier wird man Kontakt mit der Jagdgenossenschaft aufnehmen. Ein großes Lob zollte Stefan Srocka (FW), nachdem der Bergenweg derzeit so schön saniert werde.